Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Ubuntu-Forum & Kubuntu-Forum | www.Ubuntu-Forum.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

  • »docgmb« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10

Registrierungsdatum: 14.07.2021

Derivat: Kubuntu

Version: Ubuntu 20.04 LTS - Focal Fossa

Architektur: 64-Bit PC

Desktop: KDE4

  • Nachricht senden

1

20.10.2021, 22:40

Paket FreePascalCompiler möglicherweise unvollständig?

Kurzfassung für Eilige: Ich habe meine FP-Compiler zerschossen und bekomme ihn nun nicht wieder neu installiert. Meine Frage: Könnte es sein, dass das FPC-Installationspaket für Ubuntu 20.04 unvollständig ist?

Langfassung: Ich benutze unter Kubuntu 20.04 auf Kommandozeilen-Ebene den FreePascalCompiler Version 3.0.4. Mein Problem begann damit, dass ich erstmals die String-Konvertierungsfunktion CP1252ToUTF8 benutzen wollte und dafür das Unit LConvEncoding einbinden musste. Der Compiler warf die fatale Fehlermeldung aus: Unit nicht gefunden. Längere Forensuche brachte mir zwei Erkenntnisse:
1) FPC 3.0.4 enthält normalerweise diese Unit.
2) Es könnte ein Problem mit den symbolischen Links zu FPC geben.

which fpc ergibt die Ausgabe /usr/bin/fpc. Dies ist ein symbolischer Link auf /etc/alternatives/fpc, wiederum ein symbolischer Link auf /usr/bin/x86_64-linux-gnu-fpc-3.0.4. Das ist ein ausführbares Programm, das versucht /usr/lib/x86_64-linux-gnu/fpc/3.0.4/ppcx64 zu starten, den eigentlichen Compiler für mein Mac-64bit-System. Auf derselben Ebene lag auch ein Verzeichnis mit allen Units, die der Compiler kennt. Unit LConvEncoding war leider nicht dabei.

Das brachte mich auf die Vermutung, dass meine FPC-Installation unvollständig ist. Deshalb habe ich es mit sudo apt-get purge fpc deinstalliert. Und anschließend neu installiert. Dadurch hat sich buchstäblich gar nichts verändert. Um nun sicherzugehen, dass das Verzeichnis /usr/lib/x86_64-linux-gnu/fpc/3.0.4/ wirklich neu geschrieben wird, habe ich /usr/lib/x86_64-linux-gnu/fpc händisch gelöscht. Okay, das war sicherlich eine meiner schächeren Ideen. Jedenfalls schreibt der Installationsvorgang - der ohne Fehlermeldungen durchläuft - das Verzeichnis nicht neu. Und nun habe ich keinen Pascal-Compiler mehr. Jedenfalls erzeugt jeder Aufruf des Compilers diese Fehlermeldung:
Error: ppcx64 can't be executed, error message: Failed to execute "ppcx64", error code: 127

Meine Vermutung ist, dass das Installationspaket für FPC 3.0.4 für Ubuntu 20.04 möglicherweise keinen Deinstaller enthält, sodass der Befehl apt-get purge fpc letztlich nur den Eintrag in der Datenbank für die installierte Software löscht. Das würde zumindest erklären, warum der Installer ohne Fehlermeldung mit der Installation abbricht, weil er überall auf schon vorhandene Dateien der gewünschten Programmversion trifft und deshalb annimmt, dass das Ziel der Vorgangs schon erreicht ist.

Klingt das irgendwie plausibel? Oder gibt es eine bessere Erklärung für das beschriebene Verhalten?

Wenn meine Annahme irgendeinen Sinn macht, dann müsste ich wissen, welche Dateien ich alle händisch löschen muss, damit die Installation nicht vorzeitig abbricht. Anders gefragt: Woran merkt ein Installer, dass die gewünschte Programmversion schon installiert ist?


Hardware: Mac Mini (6.2 von 2012 mit 4 × Intel Core i5-2415M CPU@2.30GHz)
System: ausschließlich Kubuntu 20.04.2 LTS. Kein anderes Betriebssystem installiert.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »docgmb« (27.10.2021, 21:14)


  • »docgmb« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10

Registrierungsdatum: 14.07.2021

Derivat: Kubuntu

Version: Ubuntu 20.04 LTS - Focal Fossa

Architektur: 64-Bit PC

Desktop: KDE4

  • Nachricht senden

2

27.10.2021, 21:12

Problem gelöst

In einem englischsprachigen Forum habe ich den entscheidenden Hinweis bekommen. Um die FPC Pakete wirklich neu zu installieren, muss man diesen Bandwurm-Befehl in der Konsole ausführen:

sudo apt-get install --reinstall fpc fpc-3.0.4 fp-compiler fp-compiler-3.0.4 fpc-source fpc-source-3.0.4 fp-docs fp-docs-3.0.4 fp-ide fp-ide-3.0.4 fp-units-base fp-units-base-3.0.4 fp-units-db fp-units-db-3.0.4 fp-units-fcl fp-units-fcl-3.0.4 fp-units-fv fp-units-fv-3.0.4 fp-units-gfx fp-units-gfx-3.0.4 fp-units-gtk2 fp-units-gtk2-3.0.4 fp-units-math fp-units-math-3.0.4 fp-units-misc fp-units-misc-3.0.4 fp-units-multimedia fp-units-multimedia-3.0.4 fp-units-net fp-units-net-3.0.4 fp-units-rtl fp-units-rtl-3.0.4 fp-utils fp-utils-3.0.4

Das ist der Befehl für ein 64-bit-System wie meines, für ein 32-bit-System braucht es drei Befehle, die dafür aber viel kürzer sind.

Beiträge: 1 114

Registrierungsdatum: 08.11.2015

Derivat: unbekannt

Version: gar kein Ubuntu

Architektur: 64-Bit PC

Desktop: LXDE

Andere Betriebssysteme: Debian bullseye-testing / 5.10.0-6-amd64

  • Nachricht senden

3

30.10.2021, 06:06

muss man diesen Bandwurm-Befehl in der Konsole ausführen:


Das Kommando ansich, ist ja nur dieses:

Quellcode

1
sudo apt-get install --reinstall


Du startest da mit sudo den apt-get installer und reinstallierst alle folgenden Pakete.

Alles was danach kommt, sind ja nur Paketnamen, von den ganzen Abhängigkeiten des Compilers, den Du da nutzt.
Heute ist keiner da! Komm morgen wieder. :-)