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Registrierungsdatum: 16.02.2016

Derivat: Ubuntu

Version: Ubuntu 16.04 LTS - Xenial Xerus

Architektur: 64-Bit PC

Desktop: unbekannt

Andere Betriebssysteme: Lubuntu und Windows 10 in Virtueller Box (VirtualBox graphische Benutzeroberfläche Version 5.0.14 r105127)

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09.02.2020, 19:44

Mein Datensicherungskonzept

Da es immer mal wieder im Forum Gespräch ist, stelle ich hier mal etwas ausführlicher mein Datensicherungskonzept vor:

Ich unterscheide 2 Arten von Daten: Nutzer- und Systemdaten. Diese liegen auf unterschiedlichen Festplatten.

Dann versuche ich mich vor unterschiedlichen Verlustrisiken zu schützen:
Software-Fehler: z.B. ein Partitionsschaden
Hardware-Fehler: z.B. Festplattenschaden
Bedienungsfehler: ich selber stelle auch ein Risiko dar, weil Menschen (auch häufiger mal) Fehler machen
Schadsoftware: z.B. die berühmt, berüchtigte und gefürchtete Datenverschlüsselung = Erpressung (Ja! - ich kenne die Linux-Sicherheitskonzeptdebatte)
äußere Einwirkungen: Feuer, Diebstahl, Vandalismus, (Lösch-)Wasser usw.


Und so sichere ich die Daten:

Nutzerdaten werden auf einer HDD abgelegt, die von einer zweiten gespiegelt (RAID1) wird, und eine weitere in Reserve hat. Damit sollten die Daten weitestgehend im laufenden Betrieb gesichert sein, und ja, ein Restrisiko bleibt.
Von Zeit zu Zeit archiviere ich dann zusätzlich auf einer USB-HDD mittels >grsync<.



Systemdaten liegen auf einer SSD, damit die Programme schneller starten, was insbesondere beim W10 von Bedeutung ist, dass auf einer VM liegt.

Bei der SSD vermeide ich es Daten zu löschen, da wiederholtes beschreiben des selben Blocks ihn killen kann, und damit die gesamte Platte gleich mit, und das ohne große Vorwarnung (=SSD-Krankheit). Da ich geplanter maßen sehr, sehr reichlich Speicherreserve habe, gönne ich mir ganz genüsslich diesen Luxus.
Übrigens habe ich aus gleichem Grund in den Rechner einen fetten RAM eingebaut, was da für sorgt, das die swap-Partition eigentlich nicht beschrieben wird, und damit auch nicht mehrfach! Auch über die swap kann man einer SSD den Gar aus machen, weil hier natürlich permanent einzelne Blöcke mehrfach beschrieben werden, denn wird der Rechner runter gefahren, werden die Daten in der swap gelöscht! Und beim nächsten Neustart beginnt selbiges von vorn (im doppelten Sinne! ;) ).

Die SSD-Partitionen werden per Clonzilla in eine Klon-Datei auf schon oben erwähnter USB-HDD gesichert. Dieses mache ich insbesondere, unmittelbar bevor ich, für meine Verhältnisse gravierende, Eingriffe am System vornehme. Habe ich Mist gebaut, oder hat was nicht so geklappt wie es soll, dann ist der Schaden binnen einer 3/4 Stunde behoben. Deutlich schneller, als wenn ich mich erst lange durchs Forum, Wiki's und Blogs durch arbeiten muss. Dabei bleibt der Kopf für meine eigentliche Arbeit frei und das Forum hat auch mehr Ruhe vor mir!

Wenn mal wieder größere Updates rein gekommen sind, dann schreibe ich natürlich auch einen Klon. Genau genommen sind es aber zwei Klone, denn ich schreibe sie für die einzelnen Partitionen und dann nochmal für die gesamte Platte. Da die Klone in der Nacht erstellt werden, ist es halt eine Nacht mehr beim Schreiben, jedoch sind Partitions-Klone schneller zurück geschrieben. Ob das nun Sinn macht, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber schaden wird es auch nicht.

Und dann haben Klone noch den angenehmen Nebeneffekt, dass die MBR mit gesichert ist. Wer hat nicht schon mal Boot-Probleme gehabt!? ;)

Naja, und wenn es schon eine externe HDD ist, dann kann ich sie auch outdoor lagern, und habe damit auch Feuer und Co. abgesichert. Leider zicken die HDD's derzeit rum. Ob es was mit der Lagerung zu tun hat, dass versuche ich gerade heraus zu finden.

Es handelt sich bei den USB-HDD's um 2TB Platten. Das habe ich deshalb gemacht, weil bei größeren Platten irgend etwas beim Schreiben anders läuft. Was das genau ist, habe ich nicht wirklich verstanden. Um an der Front nicht Probleme zu bekommen, fiel die Wahl auf 2TB, was einerseits genügend Platz ist, und andererseits mich vor dem Studium von diesem Technikkram bewahrt.


In absehbarer Zeit wird es dann ja auch noch eine Umstellung von Ubuntu 16 auf jüngeres geben. Auch dabei wird mir der Klon helfen, denn ich kann auf U16 arbeiten, und trotzdem den sagen wir 18er aufbauen. Da das vermutlich einige Tage in Anspruch nehmen wird, bis alles auf dem neuen System läuft, kann ich mittels Klon immer zwischen beiden Systemen wechseln. Was natürlich wichtig ist, weil ich ja auch noch einen Broterwerb habe, und der braucht immer einen vollständig einsatzbereiten Rechner!Klone bleiben bei mir mindestens ein halbes Jahr liegen. Der Grund ist die Tatsache, dass Schadsoftware die unangenehme Tatsache mit sich bringen kann, dass sie sich im System einnistet, sofort ein kleinen "bin gut angekommen-Gruß" an den Bösewicht zurück sendet und sich dann für einige Monate schlafen legt. Das tun die gerne, damit man den Absender nicht mehr wirklich ermitteln kann. Das "Cyber Competence Center", angesiedelt beim hessischen Innenministerium, nennt aktuell einen Zeitraum zwischen 3 bis 6 Monaten. Sollte also z.B. mein Rechner verschlüsselt werden, so hole ich einen alten Klon raus, spiele die Updates ein, und zeige dem Bösewicht, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, den Mittelfinger! :D
Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Konzept sehr hilfreich ist. Es liegt zwar eine fürchterliche Ressourcenverschwendung vor, aber das ist eben der Preis für Admin-Arbeit mit begrenztem Wissen. Dieses Konzept wird

sicherlich nicht jedem zusagen, aber bei mir hat es sich im groben und ganzen bewährt!
… und wer Lust hat, kann mir gerne eine Rückmeldung geben!
LG 's Paule
Mein Übersetzungsprogramm des Vertrauens:

https://www.deepl.com/de/translator
:)

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