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08.06.2017, 16:36

Probleme beim Kopieren im zweistelligen GB-Bereich (große Kopieraufträge)

Hallo zusammen,
ich will ganze Verzeichnisse (zweistelliger GB-Bereich) auf eine externe HDD kopieren. Die einzelnen Dateien sind dabei i.d.R. 2 MB und kleiner. Ab 2 GB im Kopiervorgang geht die Übertragungsrate von urprünglich ca. 50 MB/Sekunde in die Knie, bis hin zum einfrieren des Rechners. Wenn ich verschiedenste Foren- und Wiki-Beiträge recht verstehe, dann ist das eine häufig vorkommende Problematik. Ich fand bei anderen Themen, z.B. bei Raid-Systemen, auch Hinweise zum Festplattenabsturz wegen der hohen Arbeitsbelastung der Festplatten bei der Raid-Regeneration nach Festplattenausfall.
Lege ich zwischen 2 Kopieraufträgen à 2 GB eine Pause bis 1 Minute ein, dann kann ich insgesamt mehr GB kopieren (höhere Anzahl Kopieraufträge à 2GB), als wenn zwischen 2 Aufträgen keine Pause ist. Allerdings sinkt die Übertragungsrate dann auch nach und nach bis in den KB-Bereich, bis hin zum Einfrieren des ganzen Rechners.

Über die Gründe dafür tappe ich im Dunkeln.
Vorstellen kann ich mir, dass zum einen der (maximalbelastete) Schreib-, Lesekopf der HDD ein Temperaturproblem bekommt und damit die physische Magnetisierung der Platte Probleme macht.
Zum anderen frage ich mich, ob es beim Kopieren noch Schreibarbeiten auf dem Dateisystem gibt, die nicht im Kopierfortschrittsfenster angezeigt werden. Dass also der Rechner (ggf. der Festplattenkontroller) intern noch arbeitet, obwohl der Bildschirm das Ende des Kopiervorgangs bereits meldet. Auf den Gedanken bin ich durch den 1. Kommentar auf diesen Beitrag gekommen:

https://www.administrator.de/wissen/raid…ert-336952.html

Die genannten Ebenen müssen ja auch beschrieben werden, was Zeit brauchen könnte!?
Weiter las ich, dass ältere Windows-Versionen (es wurde u.a. Vista genannt) zunächst alles in den RAM liest, um dann anschließend alles zu schreiben. Dabei "vermüllt" wohl der RAM. Über den Ablauf des Kopiervorgangs bei Ubuntu habe ich keine Hinweise gefunden.


Fragen:
Kann jemand die Ursache(n) für das Kopier-Problem genauer lokalisieren?
Was für Maßnahmen müssen ergriffen werden, um ein 40 GB-Verzeichnis mit akzeptablem Arbeitsaufwand kopieren zu können. (Zwei-GB-Aufträge selektieren, starten und Pausen einlegen ist unkonfortabel!)

Für sachdienliche Hinweise hat der TE einen fetten Dank als Belohnung ausgesetzt!

LG Anfängerpaule
Und am Ende des Tunnels ist ein Licht! :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AnfängerPaule« (14.11.2017, 13:58)


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08.06.2017, 16:55

Erledige das Kopieren mal nicht grafisch im Dateimanager, sondern im Terminal mit rsync

Beispiel:

Quellcode

1
rsync -r /Pfad/zum/Quellverzeichnis /Pfad/zum Zielverzeichnis


rsync ist gut geeignet, um große Datenmengen möglichst schnell zu verschieben/kopieren. Der Schalter "-r" bedeutet rekursiv, also inkl. der Unterverzeichnisse.
Linux ist wie eine Suppe! Je besser die Zutaten, desto größer der Geschmack! :)

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09.06.2017, 12:52

Danke für die schnelle Antwort!
Das Terminal ist zwar alles andere als mein Freund (die Erfolgsquote hält sich bei mir noch gewaltig in Grenzen), aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben! Zur Zeit läuft noch eine Dateisystemprüfung und -reparatur, dann werde ich mich mal daran versuchen.

Da ich nach allem was ich gelesen habe davon ausgehe, dass HDD's im allgemeinen nicht zu lange im Dauerbelastungsbetrieb arbeiten sollten, habe ich noch die Frage, ob man den Befehl mit einer Pausenfunktion ergänzen kann. Der Gedanke ist der, dass ich dann nachts einen dicken Pfad starten kann und die Platte trotzdem auch Pausen bekommt, um die Hardware zu schonen.

LG Anfängerpaule
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09.06.2017, 16:05

Du brauchst keine Pause um läppische 40 GB Daten mit rsync zu kopieren. Mach es einfach und gut ist! ;-)
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12.06.2017, 15:26

Hmm, in Ermangelung besserer Info's bleibt mir im Moment nichts anderes übrig. Da wir hier aber gleichzeitig über Datensicherung sprechen, bleibt bei mir ein blödes Gefühl. Ich mache lieber vorn ordentliche Arbeit, als mich hinterher zu Ärgern (hätte ich bloß...).

Aber erst mal einen herzlichen Dank für Deine Hilfe!!! :)

LG Anfängerpaule
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6

12.06.2017, 16:59

Wieso "blödes Gefühl"?
rsync ist ein bewährtes Mittel für solche Sachen. Wenn die Platte das nicht packt, ist sie für Sicherungszwecke ohnehin nur bedingt tauglich.
mir is wurscht

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12.06.2017, 23:35

Da ich nach allem was ich gelesen habe davon ausgehe, dass HDD's im allgemeinen nicht zu lange im Dauerbelastungsbetrieb arbeiten sollten, habe ich noch die Frage, ob man den Befehl mit einer Pausenfunktion ergänzen kann. Der Gedanke ist der, dass ich dann nachts einen dicken Pfad starten kann und die Platte trotzdem auch Pausen bekommt, um die Hardware zu schonen.
Nur wenn du noch MFM-Platten benutzt, ist das richtig.
Veni, vidi, wiki. :thumbup: