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09.11.2013, 19:32

Windows löscht/verschiebt ungefragt von Linux erstellte Dateien

Guten Abend meine Damen und Herren,

mein neuer Laptop, bezoehungsweise das von Lenovo vorinstallierte Windows bringt mich langsam zur ratlosigkeit.

Hab seit Oktober einen Lenovo Edge S430 mit vorinstalliertem Windows 7, einer 500GB-Festplatte und einer 16GB-MSATA-SSD.
Habe dann direkt noch Mint drauf gespielt und die Partitionierung entsprechend angepasst.

Quellcode

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sudo parted -l 
Modell: ATA HGST HTS725050A7 (scsi)
Festplatte  /dev/sda:  500GB
Sektorgröße (logisch/physisch): 512B/4096B
Partitionstabelle: msdos

Nummer  Anfang  Ende    Größe   Typ       Dateisystem     Flags
 1      1049kB  1574MB  1573MB  primary   ntfs            boot
 2      1574MB  166GB   164GB   primary   ntfs
 4      166GB   483GB   318GB   extended                  LBA
 8      166GB   265GB   98,8GB  logical   ext4
 7      265GB   273GB   8588MB  logical   linux-swap(v1)
 5      273GB   359GB   85,9GB  logical   ntfs
 6      359GB   483GB   124GB   logical   ntfs
 3      483GB   500GB   16,8GB  primary   ntfs


Modell: ATA SanDisk SSD U100 (scsi)
Festplatte  /dev/sdb:  16,0GB
Sektorgröße (logisch/physisch): 512B/512B
Partitionstabelle: msdos

Nummer  Anfang  Ende    Größe   Typ      Dateisystem  Flags
 2      1049kB  7422MB  7421MB  primary
 1      7423MB  16,0GB  8590MB  primary


Auf Partition 5 und 6 liegen Daten, auf die ich sowohl von Linux als auch von Windows zugreifen möchte, darum NTFS. Auf diesen Partitionen tritt auch das Problem auf, dass ich nach dem Boot von Windows die Daten, welche ich von Linux aus seit dem letzten Windows-Boot erstellt habe, entweder verschwinden oder nach dem ausführen von "chdsk" in Windows in den versteckten Ordne found000.
Komisch ist, dass ich manchmal die Daten von Windows aus noch sehen kann, ich sie aber nicht öffnen kann und danach verschwinden.

Die beiden Partitionen werden vom Mint 15 mittels folgendem Eintrag in der fstab gemountet:

Quellcode

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# /etc/fstab: static file system information.
#
# Use 'blkid' to print the universally unique identifier for a
# device; this may be used with UUID= as a more robust way to name devices
# that works even if disks are added and removed. See fstab(5).
#
# <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>
# / was on /dev/sda8 during installation
UUID=a8ad6bbd-ddf3-4b4b-8c07-7a626694abdd /               ext4    errors=remount-ro 0       1
# /media/Daten was on /dev/sda6 during installation
UUID=F250DD3C50DD07ED /media/Daten    ntfs    defaults,umask=007,gid=46 0       0
# /media/Media was on /dev/sda5 during installation
UUID=B6E6D983E6D943F1 /media/Media    ntfs    defaults,umask=007,gid=46 0       0
# swap was on /dev/sda7 during installation
UUID=15ec58b0-6d86-46db-8556-c30714312df2 none            swap    sw              0       0


Unter Windows habe ich bereits alles, was nach "Rapid-Boot" oder ähnliches klingt, deaktiviert, zumindest alles, was ich finden konnte (Rapid-Boot von lenovo, System durch interne SSD beschleunigen und andere kleinere Häkchen)

Ich hoffe ihr habt nen Tipp für mich, wie ich meinem Laptop(bzw dem Windows) diese Datenfresserei abgewöhnen kann.
Ich würde das Problem ja Eigentlich in den Windows-Forum posten (hab ja Windows als Verursacher in Verdacht), aber bei meiner Recherche bin ich bereits auf wenig Hilfreiche Threads gestoßen. Da wende ich mich lieber an PC-User mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten ;)

Viele Grüße

Edith sah nen Tippfehler
"Das Leben ist zum lachen da, `drum nehm´ ich Psychopharmaka" (Die Ärzte, Living Hell)

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09.11.2013, 21:21

Hallo!

Zitat


Unter Windows habe ich bereits alles, was nach "Rapid-Boot" oder ähnliches klingt, deaktiviert, zumindest alles, was ich finden konnte (Rapid-Boot von lenovo, System durch interne SSD beschleunigen und andere kleinere Häkchen)


Du hast bei deinem obigen Post, das BIOS/UEFI nicht erwähnt. Dort sollte man es dann als ersten deaktivieren bzw. "Fastboot" (Schnellstart) auf "disabled" setzen.

Ich weiß nicht, ob folgende Einstellung auch auf deinem Rechner mit BIOS-Modus und GPT vorhanden ist, bzw, ob du sie bereits gesucht/gefunden hast. Klick!. Imho gilt das aber auch für Win-7. Schau einfach mal und nehme den Haken ggf. raus!

Gruß

Klaus P
Des modernen Menschen Computer ist sein Himmelreich! :rolleyes: Der Weg zur Hölle, ist allzu kurz auf dem falschen "EFI-Pfad" ;( : Kleiner Leitfaden zur UEFI-Installation

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09.11.2013, 22:45

nach dem ausführen von "chdsk" in Windows in den versteckten Ordne found000

Eine beliebte Methode von Windows, um Plattenplatz zurück zu gewinnen :)

Für mich klingt das nach unsauber ausgehängten Partitionen. Windows erkennt dann die Zuordnungen der Plattenbereiche zu den Dateien nicht mehr und behandelt sie als "verlorene Cluster". Um nicht der Datenvernichtung bezichtigt zu werden, schmeißt es die gefundenen Fragmente in einen (sinnigerweise) versteckten Ordner und gibt ihnen nichtssagende Namen. -> Beim Zusammensuchen kann man sich viele verregnete Nachmittage vertreiben.

Du solltest
1. Den "ntfs-3g"-Treiber verwenden statt dem alten "ntfs".
2. Auf sauberes Aushängen / Herunterfahren achten.
3. chdsk von Windows meiden, denn das arbeitet so nutzerfreundlich.
mir is wurscht

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10.11.2013, 17:59

Hallo,

Zitat

3. chdsk von Windows meiden, denn das arbeitet so nutzerfreundlich.


du meintest bestimmt unfreundlich. ;-)

m.f.g.
Carl-Heinz
###--- Gott sei Dank, ich bin weg vom Fenster ---###


Hilfen:
- Mir eine Nachricht senden - - Meine Homepage - - Linux-Beginnerforum -

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10.11.2013, 20:29

Erst einmal danke für die Tipps,

Hallo!

Zitat


Unter Windows habe ich bereits alles, was nach "Rapid-Boot" oder ähnliches klingt, deaktiviert, zumindest alles, was ich finden konnte (Rapid-Boot von lenovo, System durch interne SSD beschleunigen und andere kleinere Häkchen)


Du hast bei deinem obigen Post, das BIOS/UEFI nicht erwähnt. Dort sollte man es dann als ersten deaktivieren bzw. "Fastboot" (Schnellstart) auf "disabled" setzen.

Ich weiß nicht, ob folgende Einstellung auch auf deinem Rechner mit BIOS-Modus und GPT vorhanden ist, bzw, ob du sie bereits gesucht/gefunden hast. Klick!. Imho gilt das aber auch für Win-7. Schau einfach mal und nehme den Haken ggf. raus!

Gruß

Klaus P

Man möge mir verzeihen, dachte inzwischen sind alle Neugeräte UEFI-getrieben.

Fastboot ist nicht vorhanden, lediglich Intels tollte Quick-boot Funktion, habe ich nun aber deaktiviert, brachte aber leider nichts. Weder verlängerte sich das Booten, noch waren die Daten wieder lesbar, bzw da.

Ich habe die Option auch schonmal gesucht, scheint unter Windows 7 nicht vorhanden zu sein. Hab an allen Punkten der Energie-Optionen gesucht. (Hatte am Anfang diese neue Funktion von Win8 auch im verdacht).

Eine beliebte Methode von Windows, um Plattenplatz zurück zu gewinnen :)

Ist meine einzige Hoffnung, einen mitschrieb von der Vorlesung vom Freitag, welche noch nicht in der Dropbox landete, wiederzubekommen :(.
Für mich klingt das nach unsauber ausgehängten Partitionen. Windows erkennt dann die Zuordnungen der Plattenbereiche zu den Dateien nicht mehr und behandelt sie als "verlorene Cluster". Um nicht der Datenvernichtung bezichtigt zu werden, schmeißt es die gefundenen Fragmente in einen (sinnigerweise) versteckten Ordner und gibt ihnen nichtssagende Namen. -> Beim Zusammensuchen kann man sich viele verregnete Nachmittage vertreiben.

Habe die Partitionen mal manuell vor dem Neustart ausgehängt, hat keine Veränderung gebracht. Da die Daten auf der externen Platte ohne Anstand gelesen werden, (eine Partition davon nicht ausgehängt vorm Neustart), gehe ich mal davon aus, dass es nicht an einem fehlerhaften Aushängen liegt. Sollte ich das noch besser kontrollieren können, werde ich das aber auch mal tun.

Du solltest
1. Den "ntfs-3g"-Treiber verwenden statt dem alten "ntfs".
2. Auf sauberes Aushängen / Herunterfahren achten.
3. chdsk von Windows meiden, denn das arbeitet so nutzerfreundlich.

ntfs-3f ist in Benutzung und stammt aus dem Raring-Repo. Ich denke mal nicht, dass da ein Bug drin ist, der noch nicht gefixt wurde. (1:2013.1.13-1ubuntu2)
Ich teste nun nochmal ob eine Neuinstallation des Paketes was bewirkt, aber ich habe keine Hoffnung, denn Daten, die auf einer externen Platte liegen, werden ohne Mukken gelesen.

Ich habe sogar mal den Dropbox-ordner mit Mint auf die externe gesichert, von dort auf die andere Partition kopiert. Ergebnis: Ursprungsordner war nicht lesbar, Ordner auf der externen machte keine Probleme, Ordner auf der anderen Partiotion war an den selben Stellen nicht lesbar, wie auf der eigentlichen Partition.
Es kommt die Fehlermeldung: "Datei/Verzeichnis ist beschädigt oder existiert nicht. Pfad kann nicht gelesen werden"(Sinngemäß)

Ich habe nun noch den Schreibcache beider internen Platten unter Windows deaktiviert (HDD und mSSD), ich hoffe, dass hilft.

Bin für weitere Tipps sehr offen :)

Viele Grüße
"Das Leben ist zum lachen da, `drum nehm´ ich Psychopharmaka" (Die Ärzte, Living Hell)

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10.11.2013, 20:43

ntfs-3f ist in Benutzung
3g ist aktuell :)
(Vorsicht, Späßchen)

Ernsthaft: Soweit ich mich erinnere, sollte ntfs-3g dann auch in der fstab angegeben sein. Ansonsten wird der alte Treiber verwendet, sofern der auch installiert ist. Aber vielleicht ist dieses Wissen heute überholt.
# /media/Daten was on /dev/sda6 during installation
UUID=F250DD3C50DD07ED /media/Daten ntfs defaults,umask=007,gid=46 0 0
# /media/Media was on /dev/sda5 during installation
UUID=B6E6D983E6D943F1 /media/Media ntfs defaults,umask=007,gid=46 0 0


Ordner auf der anderen Partiotion war an den selben Stellen nicht lesbar, wie auf der eigentlichen Partition
Plattenfehler kann ausgeschlossen werden?

P.S. Um die verlorene Mitschrift zu finden, könntest du foremost auf das $lost.dir loslassen. Vermutlich war es eine *,doc, die sollte es finden können.
mir is wurscht

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10.11.2013, 22:54

ntfs-3f ist in Benutzung
3g ist aktuell :)
(Vorsicht, Späßchen)

Ernsthaft: Soweit ich mich erinnere, sollte ntfs-3g dann auch in der fstab angegeben sein. Ansonsten wird der alte Treiber verwendet, sofern der auch installiert ist. Aber vielleicht ist dieses Wissen heute überholt.

# /media/Daten was on /dev/sda6 during installation
UUID=F250DD3C50DD07ED /media/Daten ntfs defaults,umask=007,gid=46 0 0
# /media/Media was on /dev/sda5 during installation
UUID=B6E6D983E6D943F1 /media/Media ntfs defaults,umask=007,gid=46 0 0


Laut dem Wiki und anderen Quelle reicht wohl ein ntfs statt ntfs 3G, zumindest in der fstab.


Ordner auf der anderen Partiotion war an den selben Stellen nicht lesbar, wie auf der eigentlichen Partition
Plattenfehler kann ausgeschlossen werden?
P.S. Um die verlorene Mitschrift zu finden, könntest du foremost auf das $lost.dir loslassen. Vermutlich war es eine *,doc, die sollte es finden können.


Fehlerhafte Platte kann zwar nicht 100% ausgeschlossen werden, da es aber auf beiden Partitionen auftritt, halte ich es für unwahrscheinlich. Gerade auch weil mein Mint selbst nach 2 Wochen ohne Windows-Boot auf die Daten kam und sobald ich einmal das Windows nutzen wollte, sämtliche (und nur neue) Dateien weg waren. Egal wie voll die Partition ist.
Kurioser weise kann ich nach einem erneuten Mint und folgenden Windows-Boot auf den einen zum Test kopierten Dropboxordner (fast) ohne Einschränkungen zugreifen, es fehlte lediglich der Inhalt eines Ordners. Hatte auch schon den Effekt, dass verlorengeglaubte Daten nach einiger Zeit auf einmal wieder erschienen. Aber kann es nicht rekonstruieren und trat bisher auch nur einmal auf.

VG

Edith: Ne war leider eine .odt Konnte leider bisher auch kein $lost.dir finden, oder vielleicht bin ich einfach zu doof.
"Das Leben ist zum lachen da, `drum nehm´ ich Psychopharmaka" (Die Ärzte, Living Hell)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wau Wie Lein« (10.11.2013, 23:13)


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11.11.2013, 00:01

Laut dem Wiki und anderen Quelle reicht wohl ein ntfs
Nach dem gleichen Wiki schadet die vollständige Angabe aber auch nicht. Gut, es war nur ein Verdacht, wenn du lieber das Paket neu installierst, ist es mir auch recht.

Fehlerhafte Platte kann zwar nicht 100% ausgeschlossen werden
Wie wär's mit überprüfen?
da es aber auf beiden Partitionen auftritt, halte ich es für unwahrscheinlich
Ähm, die beiden Partitionen sind doch auf der gleichen Platte, oder? Diese Mutmaßung steht irgendwie wackelig da.

Konnte leider bisher auch kein $lost.dir finden
Ich bin kein Windows-Experte. Ich meinte halt den Ordner, den du selbst genannt hast:
in den versteckten Ordne found000
mir is wurscht

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11.11.2013, 20:23

Hi,


Fehlerhafte Platte kann zwar nicht 100% ausgeschlossen werden
Wie wär's mit überprüfen?
da es aber auf beiden Partitionen auftritt, halte ich es für unwahrscheinlich
Ähm, die beiden Partitionen sind doch auf der gleichen Platte, oder? Diese Mutmaßung steht irgendwie wackelig da.

Hab heute mal Badblocks laufen lassen. Die Sektoren sind auf jeden Fall laut badblocks ok. Wie ich nun den Controller der Platte testen kann, weiß ich leider nicht. Hatte gestern keine Zeit mehr für einen intensiven Test und meine Aussage auf Defekt der Platte bezog sich auf einen defekten Sektor. Das der Controller der Platte defekt sein könnte, kam mir gestern einfach nicht mehr in denn Sinn. Aber ja, ich weiß, dass meine Vermutung auf einem hinreichenden, aber nicht ausreichendem Kriterium basierte. ;-)



Konnte leider bisher auch kein $lost.dir finden
Ich bin kein Windows-Experte. Ich meinte halt den Ordner, den du selbst genannt hast:
in den versteckten Ordne found000

Hatte jetzt erst verstanden, dass du den found000-Ordner meintest. Ich dachte, du meintest einen anderen Ordner, den Windows automatisch anlegt und den ich noch nicht gefunden hatte. In den Ordner hatte ich bereits gesucht, leider ohne erfolg. Aber danke für den Tipp mit dem tool.

Hab den Eintrag in der fstab zum Test mal geändert. Der Effekt trat leider dennoch auf.

Viele Grüße
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