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  • »JPSelter« ist männlich
  • »JPSelter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 60

Registrierungsdatum: 26.01.2007

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1

07.03.2007, 09:52

Mailserver als Spamfilter für Exchange?

Ich habe hier einen Exchange Server 2003, der über einen POP-Connector Mails von 1&1 abholt, für etwa 30 Mitarbeiter. Nun kommen trotz Spamfilter beim Provider immernoch sehr viele Spams durch und irgendwie möchte ich die Spams nicht erst beim Client ausfiltern, sondern schon vor dem Exchange.

Was wäre sinnvoll? Kann ich einen Linuxrechner ins LAN stellen, diesen die POP-Postfächer bei 1&1 abfragen lassen und gleichzeitig als SMTP stehen lassen, damit Exchange statt bei 1&1 beim Linuxrechner die gefilterten Mails abholt?

Wenn das eine gute Idee ist: Welche Software ist dafür geeignet? Mit Postfix hatte ich mich in einer anderen Sache kurz beschäftigt, aber fand ich sehr kompliziert, da gibt es bestimmt einfachere Tools, oder? Und welche Anti-Spam Software ist zu empfehlen?

Danke für Ratschläge!

  • »athos01« ist männlich

Beiträge: 31

Registrierungsdatum: 06.04.2007

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2

06.04.2007, 06:37

Hallo JPSelter,
Exchange ist ein Groupware- und Messaging-System der Firma Microsoft. Und für das sollte er eigentlich auch verwendet werden ;-)
Wir verwenden Debian mit Postfix als SMTP Server.
Die Mails werden von unserem Provider direkt zu uns eingeliefert. Dazu muss natürlich die Firewall Konfiguriert werden. Die Provider nehmen für so was immer die gleiche IP und somit ist das nicht weiter tragisch die FW auf zumachen.
Hier eine Kurzanleitung, aber bitte ohne Gewähr!
Installiere UBUNTU
und dann
Installiere als Mail Relay Postfix
apt-get install postfix
apt-get install sasl2-bin

cd /etc/postfix
vi main.cf
---
#Hier die wichtigsten Einstellungen!
transport_maps = hash:/etc/postfix/transport
relayhost = deine.maildomain.bei.1+1
mynetworks = 127.0.0.0/8,dein Netzwek z.B. 192.168.0.0/16,IP-Adresse Deines Provider
smtp_sasl_auth_enable = yes
smtp_sasl_password_maps = hash:/etc/postfix/sasl/sasl_passwd
#Ende
Die anderen Einstellungen erklären sich von selbst.
Nun zum Authentifizieren bei Deinem Provider
cd /etc/postfix/sasl
vi sasl_passwd
#Zuerst der Name Deines Mailserver bei Deinem Provider
dann Login Name und Passwort.Wichtig „:“
mail.domain.de name:passwort
#Ende
Und dann
postmap sasl_passwd
Nun können Mails versendet werden. Bei Exchange muss der Postfix Server noch eingetragen werden. SMARTHOST: postfixserver.domain.de
Nun müssen noch eingehende Mails an den Exchange geleitet werden.
cd etc/postfix
vi transport
#Zuerst Deine Domain und dann der Server
domain.de smtp:[192.168.0.3]
oder wenn Dein DNS funktioniert
domain.de smtp:[exchangeserver.domain.de]
#Ende
postmap transport
Nun können Mails empfangen werden.
Für Spam verwenden wir Spam Assassin. Google wird Dir helfen den richtigen Spam Filter zu finden.

Gruß
Athos
Gruß
Athos

  • »hoschi78« ist männlich

Beiträge: 504

Registrierungsdatum: 07.02.2006

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Architektur: 32-Bit PC

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3

08.04.2007, 06:36

alternativ ist dspam ein zu empfehlender spamchecker, datenbankbasiert, per user oder per domain black/white/greylisting mit wunderschöner grafik für false positives usw.

auf jeden fall solltest du dir auch mal die rechtlichen grundlagen zum mail scannen zu gemüte führen...

das hier greift zwar primär für isp's aber selbst wenn du die mails deiner kollegen filterst, kannst du dir uutner umständen ärger einhandeln, wenn diese z.b. privat mailen dürfen

Zitat

Die rechtlichen Schranken selbständiger Bekämpfungsaktionen durch die Anbieter liegen im Fernmeldegeheimnis, nach § 206 II StGB. Das Löschen oder Unterdrücken kann den Tatbestand der Datenunterdrückung nach § 303 a I StGB erfüllen.



auch interessant, weiter unten

Zitat

Spam raus, Privacy tot

Spams sind lästig und meistens bringen sie eine Menge illegale Dinge mit sich: Verweise auf Porno-Seiten, verbotene Werbung für Raubkopien, Viren, Dialer-Programme. Da man die Absender quasi nie erwischt, muss man sich hier technisch helfen: Mit Spamfiltern. Provider sind nicht verpflichtet, den Werbemüll aus der Datenflut zu klauben, daher müssen sich Anwender darum kümmern. Aber Vorsicht: Wenn eine Firma private E-Mail-Nutzung erlaubt oder schon über längere Zeit duldet, dann darf sie keine genaue Text- und Bildanalyse mehr vornehmen. Entsprechende Spamfilter sind nicht mehr erlaubt, der Mailverkehr fällt unter das Fernmeldegeheimnis. Jetzt ist nur noch eine automatisierte Kontrolle möglich, etwa durch die Verbindungsdaten. Das erhöht das Spam-Aufkommen in den Mailboxen, reduziert aber in jedem Fall die so genannten "False Positives", also versehentlich ausgefilterte, normale E-Mails. Das kann auch ein Vorteil sein: Denn wenn ein Spamfilter eine Mail ausfiltert, gilt sie rechtlich dennoch als zugestellt. Im ungünstigsten Fall handelt es sich um ein "kaufmännisches Bestätigungsschreiben", bei dem Schweigen als Zustimmung gilt - was immer dort bestätigt wird, gilt dann als gekauft oder abgemacht. Das Transportrisiko, also dass die Mail ankommt, trägt zwar der Absender, aber dass sie auch gelesen wird, ist allein Sache des Empfängers. Bewährt haben sich daher Spam-Ordner, in denen ausgefilterte E-Mails abgelegt werden, damit die Mitarbeiter sie in regelmäßigen Abständen auf False Positives durchsehen können.


und hier hätte ich noch was.. beschäftgitz sich alles nicht wirklich mit der frage, aber es ist dennoch essentiell wichtig.. leider
klick

  • »athos01« ist männlich

Beiträge: 31

Registrierungsdatum: 06.04.2007

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4

08.04.2007, 18:03

Ich denke das wir eine sehr gute Lösung haben. Alle Mitarbeiter die an einem PC arbeiten müssen eine Abmachung unterschreiben dass es nicht erlaubt ist den PC für Private Zwecke (Mail, Briefe schreiben usw.) benutzen dürfen. In einen separaten Raum stehen vier PC's mit einer DSL 1000 Anbindung. Diese PC's sind nicht an dem Firmen Netz angebunden. In den Pausen kann da jeder machen was er will. Mit dieser Lösung hatten wir noch nie Probleme mit den Mitarbeitern oder dem Bertriebsrat.

Gruß
Athos
Gruß
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  • »just_phil« ist männlich

Beiträge: 762

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Architektur: 32-Bit PC

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5

08.04.2007, 19:47

das klingt wirklich sehr liberal, gute idee ^^
Arbeitskiste: CPU: Athlon 64 X2 3800+ | Board: Abit AN8 SLI | GPU: Radeon X850XT | RAM: 1024 MB MDT PC3200 | HDD: 300 GB Samsung SATAII | Sound: Audigy 2 ZS | OS: Linux Mint 5.0 "Elyssa" & Ubuntu 8.04 "Hardy Heron"

Mobiler Kollege (Acer Extensa 5620): CPU: Intel Core 2 Duo T5250 | GPU: Radeon 2400XT | RAM: 2048 MB PC3200 | HDD: 160 GB | OS: Linux Mint 5.0 "Elyssa" & Windows Vista